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Maintaler Bürgermeisterwahl

5. Juli 2009

Laut Maintal.de lautet das vorläufige Endergebnis für die Bürgermeisterwahl 2009 wiefolgt:

Erhard Rohrbach (CDU): 51,4 %
Katja Weitzel (SPD): 27,2 %
Jörg Schuschkow (WAM): 21,4 %

Enttäuschend auch eindeutig die Wahlbeteiligung von 32,76 % (bei rund 28.000 wahlberechtigten Maintalern macht das gerade einmal 9172 Wähler), was jedoch durchaus am wenig attraktiven Teilnehmerfeld und deren lokaler Werbung gelegen haben mag:

Die nicht örtliche Katja Weitzel bspw. warb auf ihren Plakaten und Broschüren gar nicht erst mit ihrer Parteizugehörigkeit – im Gegenteil: Wer wissen wollte, welcher Partei Frau Weitzel angehört, musste im Kleingedruckten suchen und stieß dort auf die drei Buchstaben S, P und D – scheinbar ist der Ruf der Partei inzwischen so zerstört, dass man auf regionaler Ebene gar nicht mehr mit dem Parteinamen wirbt.

Außenseiter Jörg Schuschkow (WAM) warb für sich mit einem zwar durchaus vom Inhalt sehr ansprechenden Programm, sollte allerdings dringend (auch noch im Nachhinein) den Fotografen seiner Wahlplakate erschießen. Gerade diese unvorteilhaften Plakate überall in Maintal dürften Schuschkow viele Stimmen gekostet haben – schade, hätte man ihm einen Sieg doch durchaus gegönnt.

Und mir als Hochstädter war es eigentlich klar, dass Erhard Rohrbach (CDU) erneut das Rennen machen würde. Wieso? „Na ja, was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“ Dieser Spruch sorgte von Haus aus schon einmal für einen Ausschluss der außerörtlichen SPD-Kandidatin. Und wenn ein örtlich sehr bekannter Rohrbach gegen einen relativ kleinen Schuschkow antritt, gewinnt leider nicht derjenige mit dem besseren Wahlprogramm, sondern der Mann, der mit den Senioren noch „per Du“ ist.

Allerdings durfte ich – wie schon zur Europawahl – eine große Politikverdrossenheit in meinem Umkreis feststellen. Scheinbar halten es sogar viele von der alten Garde (sprich: Silver Generation) nicht mehr für nötig, zur Wahlurne zu gehen. Und das meine Generation im Normalfall nicht wählen geht, ist ja leider sowieso schon bittere Realität. Ich für meinen Teil bin mir sicher, dass ein Jörg Schuschkow in Maintal einiges besser gemacht hätte – aber solange Erhard Rohrbach nicht noch mehr kaputt macht …. ;-)

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